Unterwegs

Triumphzug durch Worringen: Ein strahlender Prinz Bernd I. ließ es Kamelle und Strüssjer regnen

Petrus ist ganz klar ein Worringer: Bei strahlendem Sonnenschein setzen sich hunderte gut gelaunter Jecken und zahlreiche Festwagen, kunterbunt kostümiert und geschmückt, pünktlich um 10.00 Uhr zum Rosenmontagszug Worringen 2012 unter dem Motto „Die Welt es rund un kunterbunt“ in Bewegung.

RosenmontagszugAb halb zehn hatten Prinz Bernd I., sein Hofstaat und die Prinzengesellschaft KG Närrische Grielächer bereits den Zug „abgenommen“. Schon beim ersten Wagen, der am Anfang der Abnahmestrecke stand, überwältigten Prinz Bernd I. die Emotionen. Seine ehemaligen Vorstandskollegen hatten ihrem Ehrenvorsitzenden einen eigenen Wagen gewidmet und waren als Honoratioren des Bürgervereins im schwarzen Frack, schwarzem Zylinder und roter Schärpe mit dem goldenen Aufdruck „Bürgerverein“ aufgezogen. Der Wagen stellte den Worringer (B)Engel Bernd dar und wies auf seine erfolgreichen Projekte, wie die Worringer Nachrichten, die Kirmeseröffnung mit dem Zacheies, um nur zwei  zu nennen, hin. Die hauptverantwortlichen Wagenbauer, Berthold und Thomas Jungk, malend unterstützt von ihren Ehefrauen, hatten ganze Arbeit geleistet und die Idee des Bürgervereinsvorstandes um Kaspar Dick hervorragend umgesetzt.

Weiter ging an tollen Wagen und Fußgruppen vorbei, die dem Prinzen und der Prinzengesellschaft begeisterte Wurringe Alaaf zuriefen. Unter großem Applaus und Anfeuerungsrufen kletterten Prinz Bernd I. und sein Hofstaat dann auf den Prinzenwagen.

Zufrieden lächelten da auch Günther Jennen, Wagenbauchef und seine Mannschaft, denn sie hatten ebenfalls ganze Arbeit geleistet und dem Prinzen eine Staatskarosse par exellence hingezaubert. Von seiner Prinzenkanzel aus winkte Prinz Bernd I., an seiner Seite sein Prinzenführer Joachim Mattke, den vorbeiziehenden Zugteilnehmern zu, bevor es dann auch für ihn endlich losging. Nach allen Seiten Kamelle, Strüssjer, Prinzenbälle, Schokolade und Pralinen werfend sah man ihm die Freude über diesen tollen Tag an. Allenthalben wurde er vom Straßenrand aus Lautsprecherboxen heraus begrüßt und die Alaafs wollten kein Ende nehmen. Unter anderem ließ es sich Pastor Stephan Weißkopf nicht nehmen, ihn von „Pasturs Trapp“ aus zu grüßen.

Der Lindwurm zog ohne Störungen durch Worringens Straßen und nicht nur die zahlreichen Schmückgemeinschaften hatten den Zugweg in eine kunterbunte Landschaft verwandelt. Viel zu schnell gingen die zweieinhalb Stunden Rosenmontagszug vorbei und als der Prinzenwagen an St. Pankratius vorbei zum St. Tönnis-Platz gaben Prinz Bernd I. und sein Hofstaat sowie die unermüdlichen „Kamellejunge“, Ralf Roggendorf, Thomas Jungk und Andreas Rust, die vorher schon gemeinsam mit der Geschäftsführerin Nicole Kohr und dem Ex-Prinzen Horst Renner, das Wurfmaterial jestiffelt hatten, nochmals alles und überschütteten die begeisterte Menge auf dem Platz mit allem was an Wurfmaterial noch da war.

Aber irgendwann war alles fott und als Festkomiteepräsident Klaus Dittgen den Prinzenwagen betreten hatte und zum Mikro griff, war allen klar: Jetzt  es d’r Zoch am Engk! Klaus Dittgen dankte Prinz Bernd I. und allen Zugteilnehmern für diesen tollen, kunterbunten Zug. Schon bei seinen Dankesworten brachen bei Prinz Bernd I. die Dämme, so überwältigt war er von dem gerade Erlebten: „Ich bin glücklich und ziemlich kapott“.

Sein Lebenstraum war mit diesem grandiosen Rosenmontagszug in Erfüllung gegangen, mit Eindrücken und Erlebnissen, die unvergesslich sein werden. Als er wieder festen Worringen Straßenboden unter den Füssen hatte, herzte und  drückte er jeden, dem er habhaft werden konnte, um sich auch ganz persönlich zu bedanken. Mit seinen Grielächern ging es dann weiter in die Feuerwache, wo eine wärmende Ähzezupp auf die Gesellschaft wartete. Grielächerpräsident Präsident Manfred Pesch dankte Seiner Tollität, dem Hofstaat und seiner gesamten Gesellschaft für die tolle Präsentation in einem fantastischen Zug. In diesen Dank schloss er ausdrücklich den Bürgervereinsvorstand mit ein, deren Überraschung für den Prinzen gelungen sei.

Ball RosenmontagMontagabend zog die Gesellschaft dann mit Prinz Bernd I. und seinem Hofstaat noch zum Ball ins Vereinshaus, wo man viele Jecken in ihren Rosenmontagszugkostümen antraf. Eine Stippvisite bei der Rosenmontagsfete bei seinem Schwager Lutz Meurer durfte ebenfalls nicht fehlen. Spätabends zog dann ein überglücklicher, zufriedener, aber hundskaputter Prinz nochmals zu seiner Hofburg, um diesen unvergesslichen Tag ausklingen zu lassen.

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