Unterwegs

Das Finale von sieben kunterbunten Wochen

Karnevalsdienstag ist in Worringen der traditionelle Tag des Dienstagstrecks der Karnevalsvereine, bei dem dann von Kneipe zu Kneipe gezogen wird. Es ist aber auch der Tag, an dem der Prinz und die Prinzengesellschaft Abschied nehmen von ihrer Prinzensession, auch wenn die Session offiziell bis zum 11.11.2012 geht. Aber der Sitzungs- und Straßenkarneval ist vorbei.

FrohnhofPrinz Bernd I. begann seine Abschiedstournee morgens im Fronhof.

Von dort ging es weiter zum „Schütz“, offiziell Edeka-Markt, wo die Inhaberfamilie um Wilfried Nettersheim mit Sekt und herzhaften Leckereien auf die Grielächer mit ihrem Prinzen wartete.

EdekaNachdem sich alle gestärkt hatten und Ute Mies in den Räumen ihres Arbeitgebers den Prinzenschlager gesungen hatte, führte der Weg wenige Meter weiter in die Kreissparkasse, wo ein gut aufgelegter Filialdirektor Ralf Lünsmann die Jecken begrüßte. Das Bundestambourkorps Frisch-Auf intonierte den Prinzenschlager und es wurde bei Kölsch; Kaffee und alkoholfreien Getränken geschunkelt und ne düchtije Klaav jehalde.

Kreissparkasse KölnDie Sparkassenkunden freute die Abwechslung und sie wurden zwischen all den Jecken von bunt kostümierten Mitarbeitern bedient. Ralf Lünsmann ließ es sich nicht nehmen, die Hoffotografen des Prinzen, Ralf und Renate Loesch, mit dem Orden der Kreissparkasse auszuzeichnen, als Dank für die tollen Erinnerungsfotos, die sie auch in dieser Session in den Räumen der Kreissparkasse „geschossen“ hatten.

Schnell war die Zeit vorbei und nach einer Stunde zog der Grielächer-Tross zum Restaurant Matheisen-Meurer, um dort ein wohlverdientes Mittagessen einzunehmen.

Gut gestärkt ging es danach zu Gabriels Pinte, der ehemaligen Aalstube, und von dort weiter zum Skyline an der Alten Neusser Landstraße im Worringer Süden.

DienstagstreckNach einer fröhlichen Stunde war die nächste Station bei Rosi im Zint Tünnes. Zum Abschluss des Dienstagstrecks stand dann noch ein Besuch im Haus Schlösser an. Gegen halb acht zogen dann die Grielächer mit ihrem Prinz Bernd I. in das Vereinshaus ein, wo ihn die übrigen Karnevalsvereine und Worringer Jecken mit Begeisterung empfingen.

Mit dreimol Wurringe Alaaf wurde der Ball fortgesetzt und die Uhrzeiger schritten unaufhaltsam Richtung Mitternacht und Aschermittwoch. Natürlich hatten die Grielächer für den Hofstaat noch eine Überraschung vorbereitet und so trat gegen 22.00 Uhr die Gruppe Jot drop auf, die für die Klüngelköpp eingesprungen waren, deren Keyboarder plötzlich erkrankt war. Jot drop heizte u.a. mit ihren Hits „Danz met mer“ und „Jot dat mer Kölsche sin“ den Jecken im Saal nochmals so richtig ein. Als dann Festkomiteepräsident Klaus Dittgen die Bühne betrat, war jedem klar, dass nun die letzte Runde eingeläutet würde.

Das Traditionstanzkorps der Grielächer tanzte noch einmal zu Ehren von Prinz Bernd I.. Als die Prinzenschlagesängerin Ute Mies zum einhundertsten und letzten Mal bei einem offiziellen Auftritt den Prinzenschlager sang, gab es lang anhaltenden, donnernden und mehr als verdienten Applaus für eine grandiose Leistung, denn Ute hatte keinen einzigen Auftritt in dieser Session verpasst!! Ihr war der herzliche und emotionale Dank von Prinz Bernd I. seinem Hofstaat und allen anderen Grielächern gewiss.

AbschlussballKlaus Dittgen sprach Prinz Bernd I., seinem Hofstaat und der KG Närrische Grielächer den Dank aller Worringer Jecken für eine tolle Session aus. Prinz Bernd I. habe den Wurringer Fastelovend würdig vertreten. Als Prinz Bernd I. dann ein letztes Mal das Wort an sein närrisches Volk richtete ließ er seinen Emotionen freien Lauf. Von Gefühlen überwältigt dankte er seiner Frau Annelie, seinen Söhnen Christoph und David, seiner gesamten Familie und den Grielächern, die ihm die Erfüllung seines Lebenstraumes erst möglich gemacht hätten. Er bedankte sich sehr persönlich bei seinem Hofstaat, vor allem bei seinem Freund und Prinzenführer Joachim Mattke, der ihn durch alle Termine dieser Session pünktlich und störungsfrei geführt habe. Der Dank galt seiner Prinzenschatzmeisterin, Heike Kohr, die die Nüssele zusammengehalten und auch bei den Orden nie den Überblick verloren habe. Er dankte den vier wilden Hofdamen Hanna Jungk, Katrin Renner, Sabine Ligocki und Monique Kober.

In ein großes Dankeschön wurden alle helfenden Hände im Hintergrund einbezogen. Als das letzte Alaaf verklungen war, schlug die Uhr Mitternacht, die Jecken entblößten ihre Häupter und knieten nieder zum Lied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“ Für diese Session ist alles vorbei, aber der Festkomiteepräsident hatte die kommende Prinzengesellschaft, die KG Löstige Junge, begrüßt und ihnen und dem möglicherweise sich im Saal befindlichen designierten Prinzen alles Gute für die bevorstehenden Aufgaben gewünscht. Blau-weißer Jubel war die Antwort. So wohnt jedem Ende auch ein Anfang inne.

Hiermit endet nun die Chronik von sieben tollen, besinnlichen, ereignisreichen, lebhaften , lauten, nachdenklichen, heiteren, unvergesslichen und unwiederbringlichen kunterbunten Wochen.

Der Chronist dieser sieben Wochen bedankt sich herzlich bei den beiden Fotografen Ralf und Renate Loesch, die diese Zeit in tausenden von Bildern für die Ewigkeit dokumentiert haben. Er bedankt sich beim Webmaster der Grielächer, Marcel Fischer, und beim Ex-Prinzen Walter Frisch, die, oft in Nachtarbeit, das Internet auf dem aktuellen Stand gehalten und die Presse mit den richtigen Fotos versorgt haben. Es war eine fantastische und reibungslose Zusammenarbeit.

Mit dreimol Wulaaf
Detlef Friesenhahn

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